Kleingartenverein Herthasee e.V.
Tipps für den Garten
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Verfasst am 20.07.2022 um 14:09 Uhr

Abkühlung für den Garten

Foto: Filmbetrachter/Pixabay


Ein versengter Rasen, welke Blumen, ausgedörrter Boden – die aktuelle Hitze macht nicht nur uns Menschen zu schaffen, auch der Garten sehnt sich jetzt nach etwas Abkühlung. Die langanhaltende Trockenheit und Temperaturen von mehr als 30 Grad können den Pflanzen im Garten dauerhaft schaden. Sind Blumen, Gemüse und Co. nicht ausreichend mit Wasser versorgt, drohen neben Austrocknung zudem Erkrankungen und Schädlingsbefall. Regelmäßiges und ausgiebiges Gießen ist daher im Sommer wichtig. Aber Achtung: Es kommt auf das richtige Gießen an, damit das Wasser nicht gleich wieder verdunstet.


Als Faustregel gilt: Am besten frühmorgens oder abends, wenn die Sonne noch nicht so unbarmherzig brennt. Morgenmuffel haben es schwer, denn Experten raten tatsächlich zum Gießen zwischen drei bis fünf Uhr morgens, spätestens bis sechs Uhr. Dann ist es am kühlsten und die Feuchtigkeit verfliegt nicht so schnell. Statt den Garten täglich zu bewässern, sollte seltener dafür aber umso intensiver gegossen werden – dadurch gelangt das Wasser auch in die tiefer liegenden Schichten. So können die Pflanzen längere Wurzeln ausbilden mit denen sie die nötige Feuchtigkeit auch aus den unteren Bodenbereichen ziehen können. Sie sind somit resistenter gegen Trockenheit und benötigen langfristig weniger Wasser.

Foto: annawaldl/Pixabay

Ratsam ist es, sich beim Gießen Zeit zu nehmen. Statt sofort alles ordentlich zu wässern, lieber nach der ersten Runde eine längere Pause einlegen, damit das Wasser Zeit hat zu versickern. Dann alles noch einmal wiederholen. Hilfreich ist auch, die Beete regelmäßig vorsichtig aufzulockern. So versickert das Wasser langsamer und tiefer im Boden. Bedeckt mit Mulch ist der Boden zudem besser vor Wind und Sonne geschützt und trocknet erst gar nicht so schnell aus.


Statt automatischer Bewässerungsanlagen sollten Gartenfreunde für ihre Pflanzen, Bäume und Beete lieber auf die alte, gute Gießkanne oder den Gartenschlauch zurückgreifen. Damit lässt sich gezielter bodennah Gießen, denn viele Pflanzen vertragen keine extreme Nässe auf Blüten und Blättern. Ideal zum Bewässern ist Regenwasser aus der Regentonne oder der Zisterne. Somit wird auch kein kostbares Leitungs- oder Grundwasser verschwendet. Zudem ist Wasser aus der Leitung, dem Brunnen oder der Wasserpumpe oft zu kalt für die Pflanzen.


Auch der Rasen sollte, wenn er grün bleiben soll, regelmäßig und ausgiebig bewässert werden. Statt dem Sprenger eignen sich auch hier eher die Gießkanne oder der Gartenschlauch. Denn beim Sprengen verdunstet viel Wasser. Experten raten, bei hohen Temperaturen nicht zu häufig zu mähen und den Rasen nicht zu kurz zu halten. Denn dadurch trocknet er schneller und extremer aus. Der Rasen benötigt besonders viel Wasser. Daher lieber mal auf das Gießen verzichten und den Fokus auf die anderen Pflanzen im Garten legen. Sollte der Rasen braun werden, ist das kein Problem. In den meisten Fällen erholt er sich wieder.