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Was bedeutet der Name “Ostern?” Die Wissenschaft ist sich bis heute nicht einig woher das Wort "Ostern" kommt. Es gibt zahlreiche Deutungen, zum Beispiel:  Ostern kommt von "Ostara", der germanischen Göttin des Frühlings. Um die Kinder, die sie sehr liebt, zu erfreuen, hat Ostara ihren Vogel in einen Hasen verwandelt. Seither bringt dieser wunderhübsch buntgefärbte Eier. Ostern kommt von Osten (Aufgang der Sonne). Ostern kommt vom mittelhochdeutschen "Urständ" (Auferstehung).   Warum feiern wir Ostern? Ostern ist für die Christen die Erinnerung an die Auferstehung Jesus' von den Toten. Das gibt ihnen die Sicherheit, dass am Ende das Leben über den Tod und die Wahrheit über Lüge, Unrecht und Hass siegt. Die Auferstehung selbst hat niemand gesehen. Die Bibel beschreibt nur das leere Grab, die Verkündigung der Auferstehung durch einen Engel und Berichte über Erscheinungen des auferstandenen Jesus. Gründonnerstag Der Gründonnerstag ist seit dem 12. Jh. volkstümliche Bezeichnung für den kirchlichen Gedenktag der Einsetzung des Abendmahls. Der Gründonnerstag erinnert an das Passahmahl, das Jesus als Abschieds- und Hoffnungsmahl vor seiner Gefangennahme mit seinen Jüngern gefeiert hat. Der Name "Grün"-Donnerstag kann von "gronan", "weinen" ("greinen") abgeleitet werden. Damit waren wohl die Tränen der Büßer gemeint, die in der alten Kirche an diesem Tag nach beendeter Buße wieder in die kirchliche Gemeinschaft aufgenommen wurden.  m Gottesdienst am Gründonnerstag wird das Abendmahl gefeiert. Erinnert wird auch an die Geschichte, wie Jesus seinen Jüngern die Füße wusch und so seine Dienstbarkeit deutlich machte - Füße waschen war Sklavenarbeit. In der kirchlichen Gemeinschaft begeht man Heute die „Fußwaschung“. Schon 694 sind aus Spanien liturgische Fußwaschungen überliefert, im 12. Jahrhundert ist der Brauch in der Gründonnerstagmesse in Rom bekannt. Dieses Abendmahl am Vorabend des Karfreitag nahm Jesus mit seinen engsten Vertrauten, den zwölf Jüngern ein.  In der katholischen Kirche wird am Ende der Messe am Gründonnerstag das Allerheiligste an einen anderen Ort getragen und der Altar leergeräumt, der Tabernakel ist nun offen und leer, der Altar schmucklos. Orgel, Altarschellen und Kirchenglocken schweigen von nun bis zum "Gloria" in der Osternacht. Die Volksüberlieferung sagt, die Glocken würden in dieser Zeit nach Rom fliegen, um geweiht zu werden Vom Gloria der Gründonnerstagsmesse an schweigen die Glocken. An ihre Stelle treten die Ratschen oder Knarren. Man sagt: die Glocken fliegen nach Rom“. Am Morgen des Gründonnerstags wird in katholischen Bischofskirchen vom Bischof zusammen mit dem Diözesanklerus die "Chrisammesse", die "missa chrismatis" zelebriert. In dieser Feier wird für die ganze Diözese das Heilige Chrisam, das bei Tauf- und Firmsalbungen, sowie bei Katechumenen- und Krankensalbungen verwendet wird, für das kommende Jahr geweiht. Die Gläubigen werden in vielen Deutschen und Österreichischen Gemeinden von den Messdienern oder Kindern mit Holzklappern und Ratschen zum Gründonnerstags Gottesdienst gerufen. Karfreitag Am Karfreitag gedenken wir der Kreuzigung Jesus.  An diesem Tag fand der Prozess, die Hinrichtung und die Beerdigung Jesus' in Jerusalem statt.  Begriff: Karfreitag, von althochdeutsch "kara" = Wehklage. In der Reformation ist der Karfreitag (Luthers »guter Freitag«) halber Feiertag mit Lesen und Predigen der Leidensgeschichte ; später wird er Bußtag, in Preußen zeitweilig Konfirmationstag. Karsamstag Der Karsamstag ist ein stiller Tag, er erinnert an die Grabesruhe von Jesus Ostereier Für den Ursprung des Brauchs gibt es verschiedene Theorien. Bereits in vorchristlicher Zeit wurden - oft rote - Eier als Fruchtbarkeitssymbole verschenkt. Fleischgenuß ist (war) Katholiken während der vierzigtägigen Fastenzeit vor Ostern verboten; Eier wurden als "flüssiges Fleisch" mitgerechnet. So entstand ein Überangebot und man hat die Eier abgekocht, um sie haltbar zu machen. Andere Historiker stellten fest, dass der Zehnt, die Steuerabgabe der Bauern an ihren Grundherren, im Mittelalter im Frühling in Form von Eiern am Gründonnerstag gezahlt wurde, da es durch die vorösterliche Fastenzeit und gleichzeitig erhöhte Legefreudigkeit der Hennen zu einem Eierüberschuss kam (ähnlich den Martinsgänsen, die im November "fällig" wurden, weil die Weidezeit vorbei war). Und als später die Naturaliengaben für den Zehnten wegfielen, entstand der Brauch, die Eier zu verschenken. Osterfeuer Unser heutiges (christliches) Osterfeuer geht auf die heidnischen Frühlingsfeuer zurück, die ersten wurden um 750 in Frankreich zum Osterbrauch entfacht. Die Bedeutung des Osterfeuers wurde auf Gott übertragen. Der Glauben ist das Osterlicht, Ausgangspunkt unseres Lebens. Weiter steht die Sonne als Sieger über den Winter und als Erwachen nach einer langen kalten Zeit. Ebenso kann das Erscheinen von Jesu gedeutet werden. Im 11. Jahrhundert waren sie auch im deutschsprachigen Raum verbreitet. Damals musste das Feuer aus einem Stein geschlagen, oder mittels Brennglas entflammt werden. Die darauf folgende Weihe des Feuers hat sich in unserer Liturgie bis heute erhalten. Osterwasser Der Ursprung des Osterwassers liegt in heidnischer Zeit. Das Wasser gilt als Ursymbol des Lebens und der Fruchtbarkeit und wurde bei den Germanen zum Gedenken an die Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostara verehrt.  Nicht nur das Taufwassser, das in der Osternacht bereitet wird, spielt zu Ostern eine Rolle. Es hat belebende Kraft, es reinigt, heilt, aber es zerstört auch. Wer sich am Ostermorgen im fließenden Bach wäscht bleibt immer jung und schön. Besonders unverheiratete Frauen haben sich in fließendem Osterwasser gewaschen. Osterwasser vertreibt, aus der Quelle geschöpft, Ausschlag und viele andere Krankheiten. Das Vieh wird am Ostermorgen in einen der Bäche getrieben um es vor Krankheit zu schützen.  Das Wasser besitzt so eine gewaltige Kraft. Vielerorts war es üblich, sich mit Osterwasser zu bespritzen um sich Glück und Segen zu wünschen. Außer dem Quellwasser , galt auch das Wasser als heilbringend, das in der Osternacht vom Himmel regnete. Heute wird als Osterwasser hauptsächlich das in der Kirche gesegnete Wasser, das Taufwasser, so bezeichnet. Das Osterwasser dient dazu, das ganze Jahr über die Weihwasserbecken in den einzelnen Räumen zu füllen. Osterhase Der Hase steht als Zeichen der Fruchtbarkeit. Der griechischen Liebesgöttin Aphrodite als auch der germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Ostara wurde ein Hase als heiliges Tier zugeordnet. Erste Belege für den Osterhasen aus dem Jahre 1678 sind von Georg Franck von Franckenau, einem Medizinprofessor aus Heidelberg überliefert (Eier bemalender Hase). Für die Verbindung von Ostern und Hase kann es zwei Gründe geben. Der Hase war das erste Tier, das schon im zeitigen Frühjahr Junge gebar. So wurde er wahrscheinlich zum Symbol der neuen Winternacht und damit zum Auferstehungssymbol. Aus weltlicher Sicht ist der Gründonnerstag für die Verbindung von Hase und Ei wesentlich wahrscheinlicher, galt der Gründonnerstag doch als Abgabe- und Zinstermin für Schuldner an die Gläubiger. Einerseits ist überliefert, dass die Gläubiger in Eiern oder Hasen bezahlt wurden, siehe das Haushaltsbuch eines Speyrer Domherrn. Eine zweite Überlieferung sagt aus, dass der Schuldner bei Bezahlung seiner Schulden ein freier Mann ist, der mit einem Hasen verglichen wurde, der nicht vom Hund gehetzt wird. Wahrscheinlich, und das sieht nicht nur die katholische Kirche so, haben evangelische Familien den Osterhasen als Eierlieferanten im 17. Jahrhundert entwickelt. Er sollte die Eier bemalen, verstecken und legen. Damit wollten die Protestanten sich von den Katholiken distanzieren, deren Fastenbräuche und insbesondere die Eierweihe sie strikt ablehnten. Vor über dreihundert Jahren ist der Brauch im Elsaß, in der Pfalz und am Oberrhein entstanden. In Zürich ist aus alten Aufzeichnungen der Osterhase als Eierbringer überliefert. Auch die Terminierung des Osterfestes läßt eine Verbindung zum Hasen zu. Das Osterfest wird am ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes gefeiert und der Hase gilt als Mondtier. Doch der Osterhase ist nicht der einzige Überbringer der Ostereier. Der Osterhase als Eierbringer hatte zunächst lange Zeit starke Konkurrenz. Im bernischen Emmental, im Kanton Zug und Luzern (eventuell in der gesammten Schweiz) lieferte die Eier der Kuckuck, in Schleswig-Holstein, Sachsen, Oberbayern und Österreich der Hahn in Thüringen der Storch und in Westfalen stellenweise der Fuchs. Noch im vorigen Jahrhundert war der eierlegende Osterhase in einigen Teilen Deutschlands, zum Beispiel im Harz, unbekannt. Noch vor 200 Jahren kannte man ihn in großen Teilen Deutschlands überhaupt nicht. Osterlamm Das Lamm - oder eine junge Ziege - ist Symbol der Wehrlosigkeit gegen wilde Tiere und den Schlächter, es ist das klassische Opfertier im Alten Testament. Auch Jesus Christus wird als Lamm bezeichnet: "Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt" (Johannesevangelium 1, 29). Im christlichen Altertum legte man Lammfleisch unter den Altar. Es wurde geweiht und am Auferstehungstag als erste Speise verzehrt. Das Lamm als Symbol der Wehrlosigkeit war bereits Opfertier im Alten Testament.  Im heutigen westlichen Osterbrauchtum ist das Lamm in den Hintergrund getreten. Ganz anders im griechisch-orthodoxen Christentum, wo dem Osterlamm noch große Bedeutung zukommt.  Das Osterlamm steht als Symbol für die unschuldigen Hingabe, das Sterben von Jesus. Bis zur Mitte des 16. Jhdts war ein Lammbraten Bestandteil der österlichen Festtafel. Dann wandelte sich diese Sitte und es gab immer häufiger Hase statt Lammbraten. Damals nahm man keine Rücksicht auf die Junghasen und es fanden österliche Hasenjagden statt, die am Karfreitag beendet sein mussten. Heutzutage werden am Gründonnerstag für das Osterfrühstück die Osterlämmer aus Biskuitteig gebacken.   Osterdatum Ostern ist am Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling. Als Frühjahrsbeginn ist die Frühjahrs-Tagundnachtgleiche definiert. Sie liegt – gemäß der Festlegung des Konzils von Nizäa – auf dem 21. März. Der früheste Termin für den Ostervollmond ist also der 21. März, der späteste der 18. April. Wenn der 21. März ein Samstag ist, ist am folgenden Sonntag, dem 22. März, Ostern; wenn der Ostervollmond erst auf den 18. April fällt und dieser Tag ein Sonntag ist, ist erst am daruaffolgenden Sonntag, dem 25. April Ostern. Der Ostertermin schwankt demnach zwischen dem 22. März (frühester Termin) und dem 25. April (spätester Termin): insgesamt gibt es also 35 mögliche Ostertermine. Um das konkrete Osterdatum zu ermitteln, muß man also die Mondphase und den Wochentag beachten. Bequeme Hilfsmittel dafür sind die Goldene Zahl und der Sonntagsbuchstabe. Noch einfacher ist die Verwendung einer Ostertafel, auf der für eine Reihe von Jahren das Osterdatum eingetragen ist. Goldene Zahl: die Mondphasen wiederholen sich in einem Zyklus von 19 Jahren. Deshalb wird im Kalender dem Tagesdatum mit goldener Schrift eine Zahl von 1 bis 19 beigefügt. Dies bedeutet: im soundsovielten Jahr des 19jährigen Zyklus' ist an diesem Tag Neumond (luna prima ); am 14. Tag danach (luna quartadecima ) ist dann Vollmond. Die für ein Jahr gültige Zahl errechnet sich nach der Formel: (Jahr + 1) / 19, Divisionsrest = goldene Zahl. Sonntagsbuchstabe: den Tagen des Jahres werden der Reihe nach die Buchstaben A bis G zugeordnet, also: 1. Januar A, 2. Januar B, ..., 7. Januar G, 8. Januar A, ..., 31. Dezember A. Alle Tage mit demselben Tagesbuchstaben sind stets derselbe Wochentag. Eine Liste der Tagesbuchstaben für das ganze Jahr findet sich im Tutorium zur mittelalterlichen Geschichte. Der Sonntagsbuchstabe ist der Tagesbuchstabe des Sonntags. Er durchläuft einen rückwärtslaufenden Zyklus: 2005 B, 2006 A, 2007 G; die Schaltjahre haben einen doppelten Sonntagsbuchstaben (bis zum und ab dem Schalttag), also 2008 FE, 2009 D usw. Da die Woche 7 Tage hat und jedes 4. Jahr eine Störung durch den Schalttag eintritt, durchläuft der Sonntagsbuchstabe einen Zyklus von (7 * 4 =) 28 Jahren. Aus der Kombination des 19jährigen Mondzyklus' mit dem 28jährigen Zyklus der Sonntagsbuchstaben entsteht der (19 * 28 =) 532jährige große sterzyklus, d.h. alle 532 Jahre fällt Ostern wieder auf dasselbe Datum. Weitere interessante Erläuterungen zur Osterdatumsberechnung:   Ostersonntag Der Ostersonntag ist der wichtigste Tag der Osterfeiertage. Die Christen freuen sich über die Auferstehung von Jesus. Die Hoffnungslosigkeit ist vorbei und dem Leben wird wieder Ziel und Sinn gegeben. Ostermontag Der Ostermontag, der letzte Osterfeiertag ist in Deutschland gesetzlicher Feiertag. Die christliche Gemeinde besucht auch am Ostermontag den Gottesdienst. Wie das gesamte Osterfest steht der Montag auch im Zeichen der Familie. Oftmals werden auch an dem Ostermontag Ausflüge mit der Familie, besonders mit den Kindern gemacht. Die in der Nähe stattfindenden Ostermärkte werden besucht. In verschiedenen Regionen werden auch am Ostermontag noch alte Brauchtümer gepflegt:  Es gibt in einigen Gemeinden Christen, die aus ihrem Dorf hinausziehen, wie es die Jünger damals machten, um die Taten und den Glauben von Jesus zu verbreiten. Brauch des österlichen Feldumganges: Der alte Brauch des österlichen Feldumganges ist in vielen ländlichen Gemeinden in Oberbayern noch lebendig. Insbesondere in der Mühldorfer Gegend. Am Ostersonntag, in manchen Regionen am Ostermontag, wird vom Bauern unter Begleitung meist aller Hausbewohner das Roggen- und Weizensaatfeld, auch Winterfeld genannt, abgegangen. Beim Abgehen der Felder betet man einen Rosenkranz.  
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