Organische Stoffe können zur Bodenverbesserung genutzt werden. Komposterde bietet eine hervorragende Grundlage für das Wachsen und Gedeihen von Blumen, Gehölzen und auch Pflanzen im Gemüsegarten. Der Komposthaufen übernimmt damit im Garten eine wichtige Funktion - er wird gleichsam zum "Motor" des Gartens. Doch so mancher Gartenfreund hegt hartnäckige Vorurteile gegenüber einem Komposthaufen auf dem eigenen Fleckchen Erde. Sicher ist: Wer einen Komposthaufen richtig anlegt, der hat keinen Gestank und kein Ungeziefer im Garten zu befürchten. Ein paar Tipps, gefunden in den “unendlichen Weiten des www” und eigene Erfahrungen sind hier zusammengefasst, sollen Gartenfreunden helfen bei der Entsorgung verblühter Blumen, roher Gemüseteile, Laub und Rasenschnitt und beim Recycling organischen Materials im Komposthaufen. Sie sollen helfen, die Stoffe zügig verrotten zu lassen und sie dem Kreislauf der Natur veredelt als "schwarzes Gartengold" zurückzugeben.
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Richtig kompostieren:
Irrend lernt man  Goethe
Auf ein Wort Das Wort "Kompost" stammt aus dem lateinischen "Compositus" und bedeutet "zusammengesetzt". Mit anderen Worten: Je harmonischer die Mischung, desto besser die Verrottung und wertvoller der Kompost. Leider gibt es noch allzu viele, die den Kompost mit einer Deponie oder einer bequemen Entsorgungsstelle für ihre organischen Abfälle betrachten. Dabei ist eigentlich hinlänglich bekannt, dass dabei nichts Brauchbares herauskommt. Der Kompost ist ein Lebensraum für Bodenorganismen, den wir gestalten und dem wir uns verantwortlich zuwenden müssen (wie allem Lebendigen). Die Reststoffe, die wir zum Kompost tragen, sind eben keine Abfälle, sondern das Futter für die Kompostorganismen und denen macht es definitiv keine Freude, wenn sie verfaultes Zeug vorgesetzt bekommen (um es mal vermenschlicht auszudrücken). Aus rund 300 Kilogramm Grünabfall entstehen bei der Kompostierung ca. 80 Kilogramm hochwertiger Humus. Humus ist der beste Dünger. Er ist selbst besser als jede Gülle oder Stallmist. Auch unsere  Rahmengartenordnung fordert von jedem Gartenfreund: "Alle Gartenabfälle, Laub und Stalldung sind sachgemäß zu kompostieren" (Punkt 5.2). Beim Kompostieren ist es ähnlich wie wenn man sich entschliesst, ein Haustier zu halten: man muss sich bewusst sein, dass dieses Wesen unter unserer Obhut steht und ein Stück unserer Lebenszeit beansprucht, die wir ihm ohne wenn und aber gewähren müssen. Einem Kompost muss man sich also mit der richtigen Haltung und mit Respekt zuwenden. Sonst wird der "Kompost" zu einer Deponie oder Entsorgungstelle für organischen Abfall und daraus ergeben sich, wie tausendfältige Erfahrung lehrt, nichts als Schwierigkeiten: es stinkt, es wimmelt vor lästigem Ungeziefer, es entsteht eine miserabel Kompostqualität und man hat allzuoft auch noch Probleme mit den Nachbarn... Richtig ist: ein gut betreuter Kompost stinkt niemals und ist auch keine Brutstätte von lästigen Insekten oder "Millionen" von Asseln. Ein gut betreuter Kompost ist kein Ärgernis, sondern der ökonomisch und ökologisch sinnvollste Weg, die Stoffe des Lebendigen zu erhalten und über den Kompost zu veredeln. Ein gut betreuter Kompost wird geführt nach den Regeln: zerkleinern - mischen - feucht halten und immer zudecken. Der Kompost ist also kein Abfallhaufen und keine bequeme Entsorgungsstelle für "Biomüll" - in den Wörtern "Abfall" und "Müll" spiegelt sich ja unser gestörtes Verhältnis zum Lebendigen: die Natur kennt (definitiv) keine Abfälle!! Alles was lebt, wird früher oder später zu Nahrung(!) für ein Heer von Rückverwandlern, die mit der Aufgabe betraut sind, genau das zu verhindern, was in unserem Wort "Abfall" zum Ausdruck kommt; und das seit Millionen von Jahren. Die Rückverwandler, alles lebendige Wesen, hinterlassen - grob gesagt - nicht einen Haufen Sch..., sondern Humus aus dem neues (pflanzliches) Leben, das die Grundlage alles anderen ist, erst möglich ist. Ein berühmter Humusforscher brachte es auf den Punkt, als er sagte: "Humus ist eine Produktion des Lebens für das Leben": also nicht etwa Verfall, wie wir geneigt sind zu glauben, sondern totales Recycling, solange es Leben auf diesem Planeten gab und geben wird. Die Standortfrage Wenn möglich sollte der Standort so gewählt werden, dass der Kompost gut zugänglich ist, also nicht hinter irgendwelchem Gebüsch versteckt und dass man gut daran arbeiten kann. Denn früher oder später muss jeder Kompost ausgeräumt werden und das braucht halt Platz. Wenn ein schattiger Platz vorhanden ist, der diesen Anforderungen genügt, um so besser. Der Kompost gedeiht aber auch an einem besonnten Platz einwandfrei, braucht aber, vor allem in der warmen Jahreszeit, wahrscheinlich etwas mehr Wasser, um die ideale Feuchtigkeit im Rottekörper aufrecht zu erhalten. Oft wird behauptet, ein Kompost müsse Kontakt mit gewachsener Erde haben, damit er richtig funktioniere. Anschluß an gewachsenen Boden ist sicher günstig, aber nicht unbedingt Voraussetzung. Die Erfahrung zeigt, auch Komposte auf Beton oder Asphalt sind voller Leben. Ein wichtiger Grundsatz ist, dass der Kompost immer zugedeckt sein soll, auch wenn er unter Bäumen steht. Ein seitlicher Abstand zur Nachbargrenze von mindestens 0,5m wird in unserer Rahmengartenordnung gefordert und hat sich bewährt. Kompost - Miete oder Silo? Für die in einem Kleingarten zur Kompostierung anstehenden Mengen und die dort anzutreffende Platzverhältnisse kommt wohl eher die Kompostierung in Behältern oder Silos in Frage. Die im Handel befindlichen Komposter irgendwelcher Marken gaukeln leider den Menschen vor, es handle sich dabei um Halbautomaten: oben rein - unten raus. So funktioniert es definitiv nicht. Bei richtiger Behandlung des Inhalts liegt ihr Vorteil aber in einer guten Wärmeisolierung und Feuchteführung über einen längeren Zeitraum. Vielleicht sehen sie auch schöner aus. Eine Kompoststelle sollte etwa eine Grundfläche von 1m x 1,5m haben und nicht höher als 1,5m sein. Andernfalls ist die notwendige Belüftung nicht ausreichend. Ein einfaches und preiswertes Kompostsilo läßt sich aus starkem Viereckdrahtgeflecht leicht selber herstellen. Durchmesser und Höhe sollten ca. 100 cm betragen. Eine Seitenbegrenzung mit Brettern könnte für eine Miete hilfreich sein, Größe der Miete je nach vorhandenem Platz. Auch Gitterkomposter (Selbstbau oder Gartenmarkt) sind zu empfehlen. Aber egal, für welche Art sich der Gartenfreund entscheidet, alle offenen Systeme brauchen eine geeignete Abdeckung. Die Abdeckung muss luftdurchlässig aber möglichst wasserabweisend sein. Verwendbar ist zum Beispiel Kompostvließ, luftdurchlässige Mulchfolie, Schilfmatten, Laub. Der Behälter, in dem Sie kompostieren, ist nicht von zentraler Wichtigkeit, sondern wie Sie kompostieren. Was darf und was darf nicht auf den Kompost? Alles, was beim Zubereiten der Nahrung (Reste von Gemüse, Obst, Salat usw.) und bei der Pflege des Gartens an organisch-biologischen Reststoffen anfällt, darf kompostiert werden: Rasenschnitt Kaffee- und Teesud (mit Filter und Beutel) Fallobst (zerkleinert) Laub (zerkleinert mit Hächsler oder Rasenmäher) Obst- und Gemüsereste (zerkleinert) Papiertücher und Servietten (vorher anfeuchten) Schalen von Südfrüchten (gut zerkleinert) Schnittblumen, Stroh Speisereste, verdorbene Lebensmittel (Brot gut einweichen) Topfpflanzen, Topferde Baum-, Hecken-, Rosen- und Gartenschnitt Ernterückstände und gejätetes Unkraut Zeitungspapier (gut angefeuchtet). Illustrierte und Buntpapier sind ungeeignet! Mist von Groß- und Kleintieren Eierschalen (zerkleinert), Tabakreste (ohne Filter) So manch einem Gartenfreund mögen einige dieser Kompost-Rohstoffe problematisch erscheinen. Aber: je vielfältiger das Ausgangsmaterial, desto schneller verläuft die Rotte, desto besser ist der fertige Kompost. Um einen vielseitig einzusetzenden Kompost herzustellen, ist es wichtig, nicht einen Stoff einseitig zu kompostieren. Wenn Sie jedoch alle in Ihrem Garten oder in Ihrer Küche anfallenden Abfälle kompostieren, brauchen Sie sich um das richtige Nährstoffangebot keine Gedanken machen. Siehe aber auch  "Gefahren duch Fäulnis".  Absolut ungeeignet sind: Glas, Draht, sämtliche Kunststoffe mit Wachs überzogene Milchpackungen, Öle, Farbreste Bauschutt, Mörtel, Inhalt von Staubsaugerbeuteln, Kohle-Asche
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Wie der Haufen gemacht wird Egal, ob Silo oder Miete, die Grundschicht des Komposthaufens sollte aus Reisig, Strauch- und Baumschnitt und gehäckseltem Holz bestehen und eine ausreichende Luftzufuhr ermöglichen, damit unser Komposthaufen keine "nassen Füße" bekommt - sonst verfault das Material statt zu verrotten. Feines Material sollte mit grobem, trockenes mit feuchtem gemischt 30 Zentimeter hoch aufgeschichtet und dann mit Gartenerde oder halbfertigem Kompost abgedeckt werden als Grundlage für die nächste Lage, bis der Kompost eine Höhe von maximal 1,5 Metern erreicht hat. Schnellstarter, Beschleuniger und dergleichen sind entbehrlich; sie erzeugen bloss die Illusion, man brauche sich bei deren Anwendung nicht weiter um die Kompostierung zu kümmern. Anmerkung des Verfassers: es hat sich gezeigt, das von dieser "reinen Lehre" durchaus abgewichen werden darf. Gegen Schnellstarter ist nichts einzuwenden, er bringt den Haufen schließlich doch auf einen "guten und sicheren Weg" ! Steinmehl als Zuschlagstoff ist in Ordnung; achten sie unbedingt darauf, dass es kalkfreies Urgesteinsmehl ist! Dies versorgt den Lebensraum Kompost mit unentbehrlichen Mineralien und Spurenelementen, für die Lebenstätigkeit der Mikroben und Kleintiere, die Ihre organisch-biologischen Reststoffe in wenigen Monaten in wertvollen Humuskompost umwandeln. Kompostieren ist Nahrungszubereitung für Mikroorganismen und zwar die Richtigen, die aeroben (Bakterien, Mikropilze, Aktinomyceten), d.h. nur unter Zutritt von Atemluft gedeihenden. Alle anderen sind verpönt - sie erzeugen Fäulnis und Gestank, und was von grösster Wichtigkeit ist: die Falschen bilden niemals Humus sondern stinkenden, fauligen Grabenschlamm mit giftigen Inhaltstoffen. Näheres unter  Gefahren duch Fäulnis.  Wichtig ist, strukturreiches und strukturarmes Material gründlich zu vermischen. Das sorgt für gute Durchlüftung. Küchenabfälle, die Tiere anlocken, und gejätete Wildkräuter sollte Sie in die Mitte einbauen und abdecken. Sorgen Sie für ausreichende Feuchtigkeit (wie ein ausgedrückter Schwamm), denn alles Leben, und speziell auch das der Mikroorganismen, ist an Wasser gebunden. Verhindern Sie durch zudecken, dass Ihr Kompost durch Regen vernässt (Sie sorgen für die richtige Feuchtigkeit, nicht das Wetter!). Unter diesen Voraussetzungen kommt die sogenannte Heißrotte gut in Gang. Es gibt längst Untersuchungen von Forschungsanstalten, die zweifelsfrei belegen, dass bei richtiger Kompostierung im Grunde genommen, keine Krankheitskeime, weder von Pflanzen-, noch Tier-, noch Menschenkrankheiten, überleben. Eine Heissrotte (55-60°C) räumt mit solcherlei Problemen gründlich auf. So ist z.B. von Prof. Rhode, Berlin, schon im 19. Jhdt. nachgewiesen worden, dass z.B. die Erreger von Milzbrand, Maul- und Klauenseuche, Typhus, Diphterie und noch einige mehr, nach sorgfältiger Kompostierung keine Virulenz mehr aufwiesen; d.h., die Krankheitserreger waren tot!
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Vier Regeln führen zu gutem Kompost: ZERKLEINERN. Alle Rohstoffe, die wir zum Kompost tragen (das Futter), müssen so zerkleinert werden, dass sich Mikroben problemlos auf den Schnittflächen (offene Wunden) ansiedeln können. Je kleiner, desto besser. Nun führt die "Attacke" der Mikroben und ihre explosive Vermehrung infolge reichlichen Nahrungsangebots sehr rasch zu einer Verklumpung und als direkte Folge davon zu einem Sauerstoffmangel. Wenn nicht schon vorher das Richtige getan wird, beginnt jetzt die Fehlentwicklung in Richtung Fäulnis. Verhindert wird dies sehr zuverlässig mit der 2. Regel: MISCHEN. Weiche, wasserhaltige, nährstoffreiche, zu Fäulnis neigende Bestandteile zu gleichen Teilen mit harten, nährstoffarmen, eher trockenen Bestandteilen vermischen. Letzteres ist natürlich das bekannte gehäckselte oder geschredderte Holz. Jedesmal wenn man zum Kompost geht, um ihm Futter zu bringen, gibt man die adäquate Menge Häckselgut dazu und mischt das Ganze intensiv in den obersten ca. 30 cm mit einer Kompost-(Mist-)gabel - wie wenn man aus allem ein "Müesli" machen wollte. Die besten Ergebnisse werden mit geschreddertem Baum- und Strauchschnitt gemacht, d.h. die Maschine zerschneidet das Material nicht, sondern zerreisst es und fasert es auf.  Dass das Häckselmaterial nur langsam verrottet ist gerade der Witz an der Sache: Ihr Kompost erhält dadurch eine lockere Struktur mit sehr vielen luftgefüllten Poren. Da ausschliesslich sauerstoffzehrende Mikroorganismen Humus bilden können, ist dieser Luftvorrat, vor allem in der obersten, der Abbauzone sehr wichtig. Ausserdem hat der fertige Kompost eine bessere Humusqualität, wenn mechanisch gut aufgeschlossenes Holz mitkompostiert wurde (dies auf Grund der Lignine und Lignoproteine, grob gesagt der Holzstoffe). Je vielfältiger die Art und Grösse der Fasern, desto besser. Mit einer ausgewogene Mischung von braun (holziges Häckselmaterial) und grün (alles andere), also ca. halb-halb, erzielen Sie fast mit Garantie eine harmonische Verrottung, denn viele Mikroben (Mikropilze, Strahlenpilze) sind spezialisiert auf den Abbau von Holz. Bei einigen Materialien müssen bestimmte Bedingungen für die Kompostierung eingehalten werden: Kranke Pflanzenteile (z.B. Kohlhernie), samentragende Unkräuter, Wurzelunkräuter (wie z.B. Quecke) dürfen nur dann kompostiert werden, wenn eine Heißrotte (> 50°C) durchgeführt wird. Fleisch- und Speisereste sollten nur kompostiert werden, wenn die Kompostrohstoffe vor Ungeziefer geschützt gesammelt (z.B. geschlossener Komposter, oder gut mit Erde abdecken) und einer Heißrotte unterzogen werden. Nun gedeiht das Leben und speziell auch jenes der Mikroben ausschliesslich in feuchter Umgebung. Das bringt uns zur 3. Regel: FEUCHT HALTEN. Der Kompost (= Rottekörper) muss immer so feucht sein wie ein ausgedrückter Schwamm. Das geht nur, wenn der Mensch sich dem Kompost zuwendet, beobachtet und richtig handelt (wie bei einer Zimmerpflanze). Bei Bedarf ist mit einer kleinen Giesskanne mit Brause vorsichtig zu wässern. Ein nasser Kompost riecht übel, ein trockener Kompost fällt durch ein massenhaftes Auftreten von Asseln auf. Und 4. schliesslich muss der Kompost: IMMER ZUGEDECKT SEIN. Denn Bodenorganismen sind lichtscheu und lichtempfindlich, es muß im Komposter dunkel wie im Boden sein. Es darf auch auf keinen Fall hineinregnen; das Wetter weiss nicht, wieviel Wasser mein Kompost jetzt gerade braucht. Ein kleiner Gartenkompost von einem Kubikmeter muss in der Regel nicht umgesetzt werden. Im Laufe des Jahres entsteht hier- wenn man alles richtig gemacht hat- von ganz alleine reife Komposterde. Wenn Fäulnis auftritt oder nur Laub kompostiert wird, empfiehlt sich das Umsetzen. Falls man sehr viel Herbstlaub hat (viele hundert Liter) muss man den fehlenden Stickstoff mit Hornmehl ergänzen, weil sonst die Rotte nicht richtig in Gang kommt. Für einen Kubikmeter feuchtes, zerkleinertes Laub braucht es ca. 1 kg Hornmehl (Laub mit dem Rasenmäher "schreddern" und den Laubkompost innerhalb eines halben Jahres zwei bis dreimal umsetzen (neu durchmischen und falls nötig anfeuchten). Ein solcher Laubkompost ist bis zum Juni-Juli des folgenden Jahres ausgereift.  Wer diese Regeln befolgt, verursacht weder für sich selber noch für die Nachbarn irgendwelche Probleme beim Kompostieren. Die verantwortungsvolle Pflege eines Komposts bereitet in der Regel viel Freude. Natürlich ist das alles mit einem gewissen Arbeitsaufwand verbunden, aber Sie werden am Ende mit einem wertvollen Produkt -Humuskompost- belohnt, das sich in Ihrem Garten, für Boden und Pflanzen sehr positiv auswirken wird. Wohin mit dem Kompost?   Der Kompost ist reif, wenn sich alles in krümelige, braune bis schwarze Erde verwandelt hat. Das kann bis zu zehn Monate dauern. Am Ende sollte der Kompost gesiebt werden, falls er für Balkonkästen, Topfpflanzen, Aussaaten und Jungpflanzen verwenden werden soll. Maschenweite des Siebes: max. 12mm. Für die allgemeine Verwendung im Garten, wo der Kompost nur sehr selten direkt in den Wurzelraum eingebracht wird, erübrigt sich das Sieben in der Regel. Allerdings ist es so, dass der Wert des Komposts in den Krümeln (um 10 mm und darunter) liegt und nicht in den Grobteilen. Fertiger Kompost kann auf den Beeten, unter Sträuchern und Stauden oberflächlich verteilt werden. Niemals tief untergraben. Frisch ausgebrachte Samen nicht dicht mit Mulchkompost (halbreifer Kompost) abdecken. Sie bleiben sonst in der Mulchschicht stecken. Zwiebelgewächse dringen hingegen durch Mulchschichten durch. Bei der Balkonbepflanzung vermischt man die Hälfte der alten Erde mit Komposterde. Beim Umtopfen von Zimmerpflanzen kann man etwas Komposterde der Blumenerde zumischen. Kompost ist immer etwas Lebendiges und die Bodenorganismen sorgen selbst dafür, dass seine Inhaltsstoffe und Qualitäten dorthin kommen, wo sie gebraucht werden. Der Kressetest   Reifen Kompost erkennt man an seiner dunklen Farbe, der lockeren, krümeligen Struktur und dem Geruch nach frischem Waldboden. Um sicher zu gehen, sollte ein Pflanztest mit Kresse durchgeführt werden. Kresse eignet sich für einen solchen Test wegen ihres raschen Wachstums. In reifen Kompost ausgesät sollte Kressesamen nach 2 bis 3 Tagen vollständig gekeimt, nach 7 Tagen noch grün sein und weiße Wurzeln aufweisen. Bei nicht ausgereiftem Kompost sind die Pflänzchen gelblich oder kümmerlich mit bräunlichen Wurzeln, dann ist der Kompost noch zu jung oder hatte während der Rotte zu wenig Luft.