Eine kräftige, gesunde Entwicklung von Blumen, Obst und Gemüse  ist nur dann möglich, wenn die von den jeweiligen Pflanzen benötigten Nährstoffe ausreichend und in einem harmonischen Verhältnis zueinander im Gartenboden vorhanden sind. Mangelerscheinungen haben ihre Ursache bei dem Nährstoff, der am wenigsten vorhanden ist. Fehlt im Boden zum Beispiel Kali, so nützt auch die beste Versorgung mit anderen Nährstoffen nichts. Das Verhältnis der einzelnen Nährstoffe untereinander ist genauso wichtig, wie die ausreichende Menge jedes einzelnen Stoffes. Also auch ein "Zuviel" eines bestimmten Nährstoffes schadet den Pflanzen. Und: Gesunde und kräftige Pflanzen sind widerstandsfähig gegen Schädlinge und reich an Vitaminen und Mineralstoffen.  Bodenprobe Die Gartenböden sind häufig überdüngt, vor allem die Versorgung mit Phosphor und Kalium ist meistens mehr als ausreichend. Die Folge: die Pflanzengesundheit leidet, häufiger Schädlingsbefall ist zu beobachten, Obst und Gemüse fallen oft voluminös aus, sind jedoch vitalstoffarm und schmecken wässrig. Wasserflächen und Trinkwasser werden durch zu viel verabreichte und von der Pflanze nicht benötigte Düngergaben verunreinigt. Ursache dafür sind oft die häufig verwendeten Volldünger, welche die Böden mit Nährstoffen geradezu überschwemmen können. In der ARD Ratgebersendung "Heim und Garten" wurde erklärt, wie der Gartenfreund seinen Gartenboden selber auf Bodenart und ph Wert testen kann: "Schlechter Boden bedeutet schlechtes Wachstum. Ob dem Boden etwas fehlt, kann man ohne großen Aufwand testen. Allein durch die menschlichen Sinne lässt sich schon viel erkennen. Guter Gartenboden besitzt eine dunkle, bräunliche Farbe, einen satten Erdgeruch und zerfällt beim Kneten. Lehmiger Boden hingegen bildet beim Kneten einen Klumpen. Mit einem ungefähr 80 Zentimeter tiefen Testloch kann man dem Gartenboden auf den Grund gehen: Die Dicke des dunklen, fruchtbaren Oberbodens wird sichtbar. Trifft man in diesem Testloch auf feste Schichten, ist tiefes Umgraben angesagt. Für genauere Untersuchungen braucht man jeweils eine Durchschnittsprobe der Gartenerde. Dazu wird einen Spatenstich tief gegraben und die Erde vom Rand des Spatenblattes in einen Eimer gekrümelt. Die Prozedur wird an mehreren Stellen im Garten wiederholt. Der gesammelte Boden wird gut durchmischt. Ein Einmachglas zur Hälfte mit Testerde füllen, Wasser zugeben und gut aufschlämmen. Nach circa einer Stunde zeigt sich, woraus Ihr Gartenboden besteht. Sand setzt sich unten ab, darüber Ton, und Roh-Humus schwimmt obenauf. Fehlt Humus, empfiehlt es sich, Kompost einzuarbeiten. Benutzt man bei der Bodenschlämmprobe destilliertes Wasser, kann man den pH-Wert gleich mit messen. Dazu einen Kaffeefilter in die Schlämmprobe halten. Sobald etwas Wasser durchgesickert ist, kann man ein pH- Teststäbchen damit benetzen. Nach fünf Minuten zeigt es den Säuregrad des Bodens an. pH-Teststäbchen gibt es beispielsweise in Aquariengeschäften. Bei einem pH-Wert von unter 6,5 ist es ratsam, zu kalken, wenn man an diese Stelle keine Moorbeetpflanzen setzen will. Die Aufwandmenge ist in der Regel auf den im Handel erhältlichen Kalksorten angegeben. An Produkten hat sich Algenkalk (Maerl) und Dolomitkalk bewährt. Die Kalkung sollte einige Wochen vor der Pflanzung erfolgen, wobei keinesfalls gleichzeitig gedüngt werden soll."
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Eine Bodenprobe selbst gemacht: